Aktuelles

Öffnung des Containers "Gott kommt nach Herne" am Heiligen Abend

In den ersten Adventstagen gab es ein besonderes Ereignis auf der Bahnhofstraße mitten in der Fußgängerzone: Ein großer goldfarbener Container mit der Aufschrift „Gott kommt nach Herne“ wurde beim Kugelbrunnen abgestellt. In der Zeit bis Heiligabend fanden verschiedene Veranstaltungen davor statt, natürlich auch mit Musik, Glühwein bzw. Tee und Plätzchen.

Es wurde darüber berichtet.

Dominik Mutschler, Gemeindereferent in St. Dionysius, hatte schon früh die Idee, mit der adventlichen Vorbereitung und Vorfreude auf Weihnachten aus den Kirchen auf die Straße zu gehen. Trotz einiger Schwierigkeiten im Vorfeld ist diese ungewöhnliche Aktion erfolgreich gelungen. Der Wunsch und das Ziel, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, wurde erreicht, egal ob positiv, kritisch oder mit offen gebliebenen Fragen. Denn trotz permanenter Musikberieselung in den Läden, Lebkuchen schon im September, Kaufrausch und Geschenkestress tragen wir nach seiner Überzeugung alle tief in uns ein echtes Weihnachtsgefühl.

 

Was der Inhalt des Containers war, wurde nicht verraten, er blieb bis zum 24. Dezember geschlossen. Aber man konnte es natürlich ahnen. Es war eine Holzkrippe mit leicht gold glänzendem Stroh, in der eine Babypuppe als Jesuskind lag, ganz schlicht ohne das andere Zubehör einer kompletten Weihnachtskrippe.

An der Seite waren bei den verschiedenen Veranstaltungen, die während der Standzeit vor dem Container stattgefunden haben, Gebete und Fürbitten aufgeklebt worden.  
 

Die Bahnhofstraße war um 15 Uhr so gut wie menschenleer. Trotzdem fand sich eine Schar neugieriger Besucher ein. Es waren gut 60 Teilnehmer.

Dominik Mutschler sprach über den Sinn der Aktion und natürlich über Weihnachten.

Es wurden einige Lieder gesungen und die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel gehört.  
  Das Angebot, näher an die Krippe heranzukommen, nahmen die Kinder neugieriger und mutiger wahr als die erwachsenen Teilnehmer. Lars ist Messdiener in St. Bonifatius. Tante Gabi hilft seinem kleinen Bruder Leon und nimmt ihn auf den Arm. Michel ist mit seiner Familie von weit her angereist und besucht seine Patentante. Sie waren vor vier Jahren von Herne nach Bayern umgezogen.
 

Es gab auch die Möglichkeit, das aus Bethlehem stammende Friedenslicht mit geschenkten Kerzen mit nach Hause zu nehmen. Es wird jedes Jahr als Friedenszeichen von dort in die Welt verteilt und weitergegeben. Dieses Angebot nahmen viele gerne an, hier auch Pfarrer Birwer.

Nach dem offiziellen Teil gab es noch ein gemütliches Beisammensein in fröhlicher Stimmung, bis alle sich nach und nach zu ihren Weihnachtsfeiern auf den Weg machten.