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"Urlaub ohne Koffer" - der stressfreie Urlaub für Senioren, die nicht verreisen können

Ein Caritas-Angebot - schon zum 4. Mal - von Montag, 23. bis Freitag, 27. Juli 2018 in St. Dionysius

Mechthild Greifenberg vom Caritasverband Herne e. V., Gabriele Mackowiak, Leiterin der Regional-Caritas-Konferenzen Herne, und Rita Serafin von der Caritas-Konferenz St. Barbara haben zusammen mit einem Ehrenamtlichen-Team 25 ältere Damen erfreut und fünf Tage lang verwöhnt und glücklich gemacht.

Das Motto dieser besonderen Urlaubstage war:

"Es war einmal - eine märchenhafte Woche"!

So kam durch Frau Greifenberg auch schon mal eine kleine Hexe zum Einsatz, aber eine nette, freundliche!

Das Anliegen ist es, Senioren, die nicht mehr verreisen können, eine Möglichkeit zu bieten, ohne Aufwand wie Kofferpacken einige Tage in Geselligkeit zu verbringen, mit Speis`und Trank gut versorgt zu werden und abends wieder im eigenen Bett schlafen zu können.

Die Veranstaltung findet jedes Jahr im Gemeindehaus in St. Marien statt. Es eignet sich räumlich sehr gut dafür. Außer dem großen Gemeinschaftsraum gibt es einen Raum zum Essen und einen zum Ausruhen auf Liegestühlen - und nicht zu vergessen, ein schönes Außengelände mit großen schattigen Bäumen.

 

Das eingespielte Ehrenamtlichen-Team aus verschiedenen Gemeinden ist mit besonderem Engagement und Elan - ja, Herzblut und Liebe - dabei, es gibt viel zu tun: Planen, Organisieren, Einkaufen, vier Mahlzeiten täglich zubereiten, Aufräumen, Spülen und ein Unterhaltungsprogramm anbieten.

 

25 Gäste ist die Höchstzahl, die auf diese Weise verwöhnt werden kann. Die Plätze sind inzwischen jedes Jahr sehr begehrt. Es waren in diesem Jahr nur ältere Damen zwischen 74 und 93 Jahren dabei. Herren sind auch herzlich willkommen, es hatten sich jedoch keine angemeldet.

Kosten entstehen durch das große ehrenamtliche Engagement nur durch Essen-, Getränke- und Materialeinkäufe, die durch günstige Teilnehmerbeiträge der Gäste gedeckt werden.

 

Im Eingangsbereich hieß es "Herzlich willkommen" mit sehr liebevoll gestalteten Märchen-Dekorationen, selbst gemalten Bildern und einer Fotowand mit je einem Foto der Teilnehmerinnen, das ihnen am Ende des Urlaubs als Andenken geschenkt wurde. Noch ein Geschenk waren die in dieser Zeit verwendeten Tisch-Sets, die auch selbst gebastelt und mit Märchensprüchen versehen waren.

 

Morgens um 9 Uhr war Start in den Tag mit einem Frühstück. Die Mahlzeiten wurden alle selbst vom Team zubereitet und gekocht bzw. auch gegrillt. Am Nachmittag gab es immer gespendeten Kuchen zum Kaffee. Ehrenamtliche aus verschiedenen Gemeinden von St. Dionysius, insbesondere St. Peter und Paul, haben dankenswerterweise täglich frisch gebackenen Kuchen oder Waffelteig gespendet. Etwa 16:30 Uhr hieß es "Auf Wiedersehen bis morgen". Ein Lunchpaket gab es auch noch zum Abendbrot mit nach Hause.

Nun war es ja in dieser Woche an allen Tagen außergewöhnlich heiß, was natürlich auch ein Grund zur Sorge war. Überstehen die "älteren Herrschaften", aber auch die "Arbeiterinnen und Arbeiter" diese Zeit ohne gesundheitliche Probleme? Um es hier vorweg zu nehmen: es ist alles gut gegangen! Unter anderem dank häufig nachgekaufter größerer Trinkwassermengen!

An den Vormittagen war es von den Temperaturen her noch möglich, draußen unter Bäumen im Schatten zu sitzen oder ein bisschen spazieren zu gehen. Gemeinsames Liedersingen mit Begleitung durch Akkordeonspiel brachte fröhliche Stimmung und viel Freude. Dazu gab es sogar eine besondere Liedermappe mit lustigen Rentnertexten. Es wurde in dieser Woche auch viel gespielt, über Märchen gesprochen, Geschichten vorgelesen ......

Um 12 Uhr gab es immer das Mittagessen. Am letzten Tag wurden Würstchen und Fleisch gegrillt, dazu gab es leckeren Kartoffelsalat mit viel Gurke, sehr erfrischend bei dem Wetter.

Rechts auf dem Foto die beiden Männer des Helferteams. Auch noch Grillhitze bei dem Wetter aushalten, das ist Schwerstarbeit!

 

Nach dem Essen, natürlich noch mit köstlichem, kühlen Nachtisch, ist Gelegenheit, sich auf eine Liege zu legen und ein Mittagsschläfchen zu halten. Beim Caritasverband in Datteln konnte man 25 Liegen ausleihen, die die Malteser Herne dankenswerterweise transportiert haben.

Nach der Mittagspause gab es zunächst ein kleines Fitnessprogramm mit Monika Stapel, die zu Gymnastikübungen im Sitzen anleitete, bevor alle dann Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Pfarrer Georg Birwer besuchte die Veranstaltung am Dienstag.

Am letzten Tag feierte Vikar Christian Schmidtke einen Gottesdienst mit allen in großer Runde, sogar ein besonderer Messdiener war dabei (ehemals St. Bonifatius, inzwischen Theologiestudent). Passend zum Motto der Woche handelte die Predigt über eine Schnecke, die allseits sehr gut ankam.

 

 

 

Ganz zum Schluss, nachdem alle Gäste sich mit viel Lob und Dankbarkeit verabschiedet hatten, noch ein Gruppenfoto des Teams, obwohl leider nicht mehr alle da sind.

Fazit: Viele Äußerungen der Gäste lassen spüren, dass die Aktion sehr wertvoll ist. Sie genießen insbesondere die gute Gemeinschaft, die jedes Mal ganz schnell entsteht und auch das Verwöhntwerden und die Zuwendung. Große Dankbarkeit kommt zum Ausdruck.

Aber auch die Ehrenamtlichen, die die aufwändige Arbeit stemmen, sind glücklich, dass alles gut funktioniert hat und so viel Freude und Dank dafür zurückkommt.

So gab es nach dem letzten Mittagessen herzliche schriftliche Dankesworte mit einem finanziellen Beitrag, der für das Team eingesammelt und gespendet wurde, zum Beispiel für ein gemütliches Beisammensein der Helfer. 

Das tut gut und gleicht die Anstrengungen dieser Tage mehr als aus, wobei es nicht auf das Geldgeschenk ankommt, sondern auf das Anliegen der Freude und Dankbarkeit, das dahinter steckt.

 

So bleibt mit Bewunderung, Anerkennung und Lob zu hoffen, dass es noch viele solcher Urlaub-ohne-Koffer-Angebote geben wird. Wenn man es einmal miterlebt hat, kann man nur zu dem Schluss kommen: "Eine geniale Idee"!