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Unser neuer Vikar Christian Schmidtke stellt sich vor

Heute darf ich mich Ihnen, liebe Pfarrgemeinde St. Dionysius, vorstellen.

Mein Name ist Christian Schmidtke und ich bin Ihr neuer Vikar.

 

 


Geboren und aufgewachsen bin ich in Iserlohn-Oestrich, wo meine Eltern und Großeltern bis heute wohnen. Seit 2005 wohnte ich in Arnsberg im Sauerland. Ich fand in Arnsberg eine „Wahlheimat“. In Arnsberg wuchs von neuem der Wunsch Priester zu werden. Den Menschen die „frohmachende Botschaft Jesu Christi“ zu bringen und aus den Sakramenten der Kirche Kraft für den Alltag zu schöpfen. Ich machte eine dreijährige Ausbildung als Pfleger und arbeitete nach meinem Examen noch einige Zeit in der Pflege und begann dann das Studium der Katholischen Theologie in Lantershofen. Einem Priesterseminar, in dem Männer mit einer Berufsausbildung auch ohne Abitur studieren können. In den Weinbergen des Ahrtals gelegen, lernte man hier auch gut über den eigenen Tellerrand zu schauen, da die Studenten aus vielen deutschsprachigen Gebieten kamen.

Als Spruch über meinem zukünftigen Dienst als Priester möchte ich ein Zitat Jesu aus dem Johannesevangelium stellen: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben“ (Joh 13,15). In diesem Satz aus der Szene der Fußwaschung ist für mich ein Proprium Jesu enthalten. Alles was Jesus gesagt, getan und gewirkt hat, ist am Ende des Lebens Jesu in dem Satz des Beispiels enthalten. Die nötige Konsequenz ist das Nachahmen Jesu „damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe...“

Für mich ist es ein Bild gelebter Eucharistie. Nicht nur das Feiern der Liturgie ist entscheidend, sondern das Kraftschöpfen aus der Liturgie, damit wir bildlich gesprochen einander die Füße waschen können. Die Füße des Alltags.

 

Christsein schaffen wir nur, wenn wir verstehen, uns einander auf dem Weg zu begleiten. Für sich alleine kann keiner glauben. Wie es sein kann, wenn wir als Christinnen und Christen uns gegenseitig bereichern und stärken, hat Jesus uns vorgelebt und am Abend vor seinem Tod in einem letzten Liebesdienst gezeigt.

In Herne freue ich mich nun auf viele gute Begegnungen. Die Beziehung untereinander zu stärken und zu fördern wird Kernaufgabe der Zukunft unserer Pfarrei mit ihren zehn Gemeinden sein. Ich denke, dass wir lernen müssen, die alten Grenzen zu öffnen und gemeinsam als Christinnen und Christen für unsere Stadt präsent zu sein.

Dies bedeutet auch alte Zöpfe abzuschneiden und Neues zu entwickeln. Viele Dinge, die liebgeworden sind, scheinen zu zerbrechen. Ich denke, dass uns Gott umgekehrt auch von vielen Dingen befreien möchte, die uns eher Ballast als Segen geworden sind. Einander Füße waschen im Alltag bedeutet dann auch gemeinsam Dinge zum Abschluss zu bringen und gemeinsam neu aufzubrechen. Ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam den Weg in die Zukunft gehen, ohne andauernd den Blick in die Vergangenheit zu werfen und ins Schwärmen über „Früher“ zu verfallen. Heute und Hier will das Evangelium auf den Plätzen und Straßen unserer Pfarrei verkündet werden. Werfen wir gemeinsam die Netze erneut aus, damit wir als Christinnen und Christen einen Neuaufbruch wagen. Gemeinsam dem Beispiel Jesu auf der Spur.

 

Mit Ihnen freue ich mich darauf!

Ihr Vikar Christian Schmidtke