Chronik St. Joseph

3. Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt am 18. Juni in Paderborn unter dem Motto: "Ich glaub an dich!"

Wir waren dabei!
Nachdem es zweimal eine Ministrantenwallfahrt nach Kevelaer gab, hatte für 2016 das Erzbistum Paderborn zur 3. Nordwestdeutschen "Mini"-Wallfahrt eingeladen. Aus den 8 Bistümern Aachen, Essen, Hamburg, Hildesheim, Köln, Münster, Osnabrück und Paderborn hatten sich rd. 8000 auf den Weg gemacht und sich von der Wettervorhersage nicht abschrecken lassen. 
Dekanatsjugendseelsorger Pastor Markus Wippermann hat die Fahrt mit einem großen und mehreren kleinen Bussen für die angemeldeten Messdiener aus Wanne-Eickel, Herne und Castrop-Rauxel organisiert und begleitet.
Aus Herne-Nord haben sich insgesamt 8 aus St. Barbara und St. Joseph angemeldet. Dass man an einem solchen Tag nicht ausschlafen kann, muss man in Kauf nehmen. Um 7.30 Uhr fuhr der Bus am Herner Bahnhof los. Ausstieg war dann für uns in Paderborn "Auf der Lieth", rd. 8 km von der Innenstadt entfernt. Da es sich um eine Sternwallfahrt handelte, trafen sich die Ankommenden an verschiedenen Plätzen. Hier gab es eine Begrüßung, Musik und einen Segen. Noch war es trocken, als alle loszogen.
Unterwegs fing es dann an zu regenen, zuerst nur etwas. Dann ging es aber so richtig los und schüttete vom Himmel. Dabei hatten doch alle am Begrüßungsplatz La-Ola-Wellen geübt, um die Wolken zu vertreiben. Aber es half nichts. Schirme und Regenjacken nützten nur wenig. Schuhe, Hosen, Rucksäcke wurden nass. 
Ankunft auf dem Maspernplatz! Überdacht waren nur die Essensausgabestellen.

Um 12.00 Uhr wurden wir alle von mehreren Bischöfen und dem Referenten für Ministrantenpastoral Holger Drude begrüßt. Anschließend gab es ein Mittagsgebet. Trotz großer Lautsprecher konnte man durch das Prasseln des Regens auf die Schirme fast nichts verstehen.

Aus vorher erhaltenen, extra dafür angefertigten Liederheftchen wurde mit Begleitung einer Band natürlich auch gesungen. Bei näherem Hinsehen war Christoph Brauckmann, unserer früherer Kirchenmusiker aus St. Marien, als Keyboarder zu erkennen und wurde mit Freude begrüßt.

Dann ließ der Regen nach. Es tröpfelte nur noch. Es war alles gut organisiert für so viele Menschen. Trotzdem waren an den Essensausgabestellen lange Schlangen nicht zu vermeiden.

Danach waren drei Stunden zur freien Verfügung in Kleingruppen, um die verschiedenen Angebote und Treffs - je nach Wunsch - zu nutzen. Eine gute Gelegenheit, ein Weilchen im Trockenen zu sitzen, war der Besuch des Doms.

15.30 Uhr Treffen am Brunnen am Dom, um sich gemeinsam zum Schützenplatz auf den Weg zu machen. Dort fand dann der das festliche Pontifikalamt als Abschluss statt. Inzwischen schien sogar die Sonne! Sie trug dazu bei, dass der Gottesdienst mit so vielen Gleichgesinnten zu einem tollen, berührenden Erlebnis wurde.
Erzbischöfe und Bischöfe aus den 8 Diözesen nahmen an der Eucharistiefeier teil
Unser Erzbischof Hans-Josef Becker hob die Wichtigkeit der Ministranten hervor und zeigte sich beeindruckt und dankbar. Er sagte: "Wenn ich einen Hut hätte, würde ich ihn vor euch ziehen", und nahm dabei seine Mitra ab, was großen Applaus zur Folge hatte. Auch dass aus den anderen Bistümern so viele Bischöfe gekommen waren, zeigte die Freude und den Respekt über die vielen "Minis".
Eine Herausforderung ist bei solchen Großveranstaltungen immer die Austeilung der Kommunion. Es waren viele Priester und Kommunionhelfer auf den Platz gekommen und hatten sich verteilt. Sie waren an großen übergespannten Schirmen in Regenbogenfarben zu erkennen.

"Herr Pastor, diese Kappe steht Ihnen aber wirklich gut! - Oder?"

Danach galt es zu warten, bis wir - als zum Gastgeber-Bistum Paderborn gehörig - zuletzt nach den anderen Gästen zu den Shuttlebussen gelotst wurden, die uns zu unserem Bus brachten.

Um 21 Uhr waren wir genau wie vorhergesagt, heile, k.o., aber glücklich wieder zu Hause. Es war ein tolles Erlebnis!