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Berichte, Ankündigungen und Entwicklungen aus dem vergangenen Gemeindeleben

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Profanierung dreier Herner Kirchen

Am 2. November 2024 ging ein bedeutendes Kapitel unserer Pfarrei zu Ende. Mit der Profanierung der Kirchen St. Barbara, St. Elisabeth und St. Konrad wurden drei vertraute Kirchorte feierlich entwidmet. Gemeinsam mit Weihbischof Josef Holtkotte, zahlreichen Gläubigen und vielen Wegbegleitern nahmen wir Abschied – in Dankbarkeit für unzählige Gottesdienste, Begegnungen und Erinnerungen, die diese Orte über Jahrzehnte geprägt haben.

 

Dieses Archiv bewahrt ein Stück der Geschichte dieser drei Kirchorte.

St. Barbara

Im Rahmen der Planungen eines Wohnungsbauprogramms für die Bergarbeiter und ihre Familien der Zeche Friedrich der Große in Herne-Horsthausen, entstand die Idee zur Schaffung von neuen Seelsorgebezirken. Im Jahr 1954 begann dann bereits die Planungen zum Bau einer Kirche, für die immer größer werdende Anzahl an Katholiken. 6 Jahre später, nach vielen Spendensammlungen und Planungen, erfolgte dann 1960 der erste Spatenstich zum Bau der Kirche. Nach mehreren Unterbrechungen war die Kirche dann 1965 soweit vom Bau her fertig und zur Benutzung bereit, jedoch fehlte noch einiges an der Innenaustattung. Noch im Jahr 1965 wurde die Pfarrvikarie St. Barbara errichtet. Jedoch zeigten sich schnell bauliche Mängel, sodass es von 1976 bis 1978 nochmal aufwendige bauliche Maßnahmen gab. Die Kirchenweihe erfolgte dann erst 1978, weil erst mit den Renovierungen der endgültige Altar in die Kirche einzog.

St. Elisabeth

Das Gebäude der Elisabethkirche ist 1951/52 erbaut worden. Jedoch gab es bereits ab 1948 die Elisabethgemeinde zunächst als Pfarrvikarie ohne eigene Vermögensverwaltung. Der erste Spatenstich für das Kirchengebäude erfolgte dann 1951. Mit dem Ende der Bauarbeiten 1952 wurde die Gemeinde dann zur Pfarrei erhoben. Sowohl der Turm als auch die Glocken kamen erst später im Jahr 1957 hinzu.

St. Konrad

Die Kirche St. Konrad wurde von 1952-1954 erbaut und 1955 geweiht. Die Fertigstellung des Turmes erfolgt erst 1959-1960, aus der Zeit auch die Glocken der Kirche stammen. Ein großer Teil der Innenaustattung wurde ab 1968. im Zuge des 2. Vatikanums, neu gestaltet. Die Gemeinde selbst wurde bereits 1941 errichtet und dann mit dem Bau der Kirche von einer Pfarrvikarie zur eigenen Pfarrei.

Das Pfarrarchiv von St. Dionysius Herne

Zukunft braucht Herkunft – Neues Gemeindearchiv entsteht

Die katholische Kirchengemeinde St. Dionysius in Herne besitzt ein beeindruckendes Pfarrarchiv – ein echter Schatz der religiösen und sozialen Geschichte unserer Gemeinde. Die Wurzeln reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert: Damals, nach der Reformation, wurde in Herne wieder eine katholische Gemeinde gegründet – und schon zu dieser Zeit begann man damit, wichtige Dokumente und Aufzeichnungen zu sammeln und zu erhalten.

 

Mit der Gründung der neuen Pfarrei St. Dionysius im Jahr 2017 wurde schnell deutlich: Das frühere Gemeindeleben darf nicht einfach verschwinden – es braucht einen festen Ort zum Erinnern und Bewahren. Seit 2024 entsteht deshalb im alten Pfarrhaus von Herz Jesu ein neues Archiv, das genau dafür Raum schafft.

 

Hier werden ganz unterschiedliche Materialien zusammengetragen: Baupläne, Protokolle aus Sitzungen, Briefe, Fotos und viele weitere Dokumente aus den zehn ehemaligen Pfarreien und Pfarrvikarien des alten Hernes. Sie erzählen die Geschichten der Menschen vor Ort – und zeigen, wie sich das kirchliche Leben und die Gebäude im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben.

 

Mit viel Sorgfalt werden diese Unterlagen archiviert und gepflegt. So bleibt die Geschichte unserer Pfarrei lebendig – und zugleich entsteht eine wichtige Quelle für alle, die sich für die Vergangenheit Hernes interessieren: Historikerinnen, Ahnenforscher oder einfach Neugierige.

Weil sich das Archiv noch im Aufbau befindet, steckt aktuell viel ehrenamtliche Arbeit darin. Engagierte Helferinnen und Helfer kümmern sich mit viel Herzblut um die Sortierung und Erfassung der Bestände.

 

Anfragen zum Archiv können über das Pfarrbüro gestellt werden – ein persönlicher Besuch ist momentan leider noch nicht möglich.

Übrigens: Die Kirchenbücher unserer Gemeinde befinden sich im Erzbischöflichen Archiv in Paderborn. Sie können über den Link kostenfrei online eingesehen.

 

Eine Übersicht mit Direktlinks finden Sie auch auf der Website des Historischen Vereins Herne / Wanne-Eickel e. V., mit dem wir eng zusammenarbeiten.