20/04/2026 0 Kommentare
Erzbischof aus Madagaskar besuchte Herne
Erzbischof aus Madagaskar besuchte Herne
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Erzbischof aus Madagaskar besuchte Herne


Als er vor vierzig Jahren in seine Diözese als noch junger Geistlicher kam, da war dort noch dichter Wald. Heute überwiegt der rote trockene Boden in seiner Heimat. Die Wälder sind verschwunden. Dies berichtete Erzbischof Ramaroson im Predigtgespräch am Sonntag in der Bonifatiuskirche. Der Oberhirte des Bistums Antsiranana im Norden Madagaskars besuchte den DIO-Gottesdienst der St. Dionysius-Pfarrei.
Für Bischof Benjamin Marc Ramaroson war es schon die dritte Stippvisite in Herne, denn das Bistum Paderborn pflegt besondere Kontakte zu der ostafrikanischen Insel sowie ihren Menschen und unterstützt viele Hilfsprojekte.
Im Predigtgespräch mit Pfarrer Dr. Nils Petrat, welches von der Hernerin Anne Sturm, die den Gast während seines Besuchs in Deutschland betreut, übersetzt wurde, berichtete der Erzbischof über die sozialen Probleme seiner Heimat. Zyklone und auch Umweltschäden führen nicht selten zu Hungersnöten. Das führt zu einem unglücklichen Kreislauf. Weil die Menschen gezwungen sind, z.B. Bäume zu fällen, um daraus Holzkohle zu gewinnen, schreitet die Versteppung voran. Die Holzkohle können sie verkaufen, um so wenigstens ein wenig Geld für Essen zu verdienen.
Erzbischof Ramaroson arbeitet als Umweltbischof, der in der madagassischen Gesellschaft immer wieder dafür wirbt, die drängenden Umweltprobleme (Abholzung, Erosion etc.) aktiv anzugehen. So werde nun versucht, mehr Bäume wieder zu pflanzen, als für Feuerholz verbraucht werde. Bischof Ramaroson beobachtet zudem mit Sorge, wie immer mehr Korallenriffe zerstört werden.

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