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Pflegepersonal für alte Aktenberge gesucht!

„Ehrenamtliche Archivpfleger“ kümmern sich um historische Dokumente.

Dokumente zu archivieren und für die Nachwelt festzuhalten, gehört zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde. (Sie dient der täglichen Gemeinde-Verwaltung genauso wie dem Erhalt von historischen Unterlagen.) In der Vergangenheit blieb aber manches im Argen. Alte Dokumente blieben liegen, wurden gar aus Unkenntnis weggeschmissen oder ohne nachvollziehbares System weggepackt.

Während das „Tagesgeschäft“, also die Dokumente der Verwaltungs- und Gemeindearbeit seit der Neugründung, vom Pfarrbüro bis zu den Gemeindebüros nach Vorgaben aus Paderborn archiviert  werden, standen die Verwaltungsakten und historischen Dokumente der ehemaligen Gemeinden, mehr oder weniger sortiert, ungeschützt in Regalen im Keller oder anderen Räumen.

Ehrenamtliche Archivpfleger, die sich um das Erbe der Gemeinden kümmerten und vielleicht noch die eine oder andere historische Perle an die Öffentlichkeit bringen konnten, hatte es in der Vergangenheit nicht gegeben.

Doch seit dem Herbst letzten Jahres ist das anders. Historisch interessierte Personen aus allen Teilen St. Dionysius kamen auf Wunsch der Gemeindeleitung zusammen, um das reichhaltige Erbe der 10 Gemeinden zu sichten, zu sichern und zu bewahren.

Nach und nach wurde das neue Archiv von St. Dionysius angeregt, angelegt und als nächstes steht die Sicherung aller weiteren Alt-Archive an.

Das Archiv der Gemeinde St. Konrad haben die vier ehrenamtlichen Archivpfleger in der St. Dionysius Gemeinde schon begutachtet und werden es demnächst ordnen und bewahren. Dabei lüften sie im Auftrag der Gemeinde die Keller und Archivräume der Gemeindeteile in Alt-Herne und heben einen verbogenen Aktendeckel nach dem anderen, sichten den Inhalt und halten ihn nach einem festen System dauerhaft für die Nachwelt fest.
 
Das Erzbischöfliche Archiv in Paderborn steht dabei mit Rat zur Seite, ist es doch gerade bei uns am westlichen Ende des Bistums auf ehrenamtliche Archivpfleger angewiesen.

Das Ziel wird sein – falls noch nicht geschehen – die Akten einer Altgemeinde nach dem Einheitsaktenplan neu zu ordnen und die Geschichte und Geschichten aus den Gemeinden für unsere Kinder und Enkel zu erhalten.

Wer an dieser höchst interessanten und spannenden Arbeit Interesse zeigt, über ortskundiges Know-How verfügt, und einige Hände zur tatkräftigen Hilfe hat, kann sich gerne beim Pfarrbüro St. Dionysius melden.

 

Andreas Janik

mit Ulrike Renk, Gerd E. Schug und Barbara Rohde